10
Feb

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   Posted by: Lena Klassen   in Allgemein

Lesungen

Neue Termine gebe ich an dieser Stelle bekannt. Im Moment sind keine Lesungen geplant.

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Auf Lesungen signiere ich Ihnen gerne mitgebrachte oder vor Ort gekaufte Bücher. Wenn Sie nicht bis zur nächsten Lesung warten und trotzdem gerne ein signiertes Buch haben möchten, können Sie mir auch Ihr bereits gekauftes Buch zuschicken – Rückporto nicht vergessen!

Autogrammkarten habe ich übrigens nicht und kann Ihnen daher auch keine zusenden. Ich bin Autorin und signiere daher grundsätzlich nur von mir verfasste oder mitverfasste Bücher – und keine Zettel, Karten, Fotos oder Fußbälle … ;)

Kurzer Bericht über ein paar vergangene Lesungen, jeweils aus “MAGYRIA – Das Herz des Schattens”

HERBST 2010

Am 8. September um 19.30 Uhr in der Mediothek in Lübbecke (Am Markt 3)
Diese Lesung ist schon vorbei – sehr nettes, interessiertes Publikum und eine gute, entspannte Atmosphäre, zu der sicherlich auch die sympathische Büchereileiterin beigetragen hat. Herzlichen Dank noch mal von dieser Stelle an Frau Amorin!

Am 10. November in Kahl am Main.
Nun ist auch diese Lesung schon Geschichte. Hier ein kleiner Reisebericht:
10.11.10 Es regnet in Strömen, als ich morgens losfahre. Doch am Bahnsteig nieselt es nur ein wenig und ich kann den Schirm in der Tasche lassen. Gut, dass ich so warm angezogen bin; auf Bahnhöfen friere ich immer. Aber dafür ist es im Zug gemütlich. So gemütlich, dass viele meiner Mitreisenden ihn mit ihrem Arbeits- oder Wohnzimmer verwechseln und sich benehmen, als wären sie zu Hause. Ich habe Schwierigkeiten, mich auf mein Buch zu konzentrieren, weil ständig Handys klingeln und man ungewollt Gespräche anhören muss. Ein Schwarzfahrer wird im Wagen entlarvt, als er sich an der Schaffnerin vorbeidrängeln will. Kein Ticket. Kein Ausweis. Über Lautsprecher fragt die resolute Schaffnerin, ob sich vielleicht ein Polizeibeamter im Zug befindet, in Wagen 8 werde Hilfe benötigt.
Aber die Strecke den Rhein entlang ist einmalig schön, und die Dame auf der anderen Seite des Ganges schwärmt davon, wie schön es erst vor zwei Wochen war, als die Hänge noch rotgolden leuchteten. Die Aussicht tröstet uns ein wenig darüber hinweg, dass unser IC so spät in Frankfurt ankommen wird, dass wir beide unseren Anschlusszug verpassen werden. Mit einer Stunde Verspätung lande ich schließlich in Kahl.
Die Lesung findet vor einem recht kleinen Publikum statt, was ein wenig schade ist, denn die beiden netten Damen von der Bibliothek haben sich solche Mühe gemacht (Dankeschön, Frau Akinci und Frau Kleine!) Es gibt sogar Sekt und etwas zum Knabbern. Ein Regal ist mit Magyria-Exemplaren und schwarzen Spinnen dekoriert. Das gedimmte Licht schafft eine angenehme Atmosphäre. Das kleine, auserlesene Publikum hört aufmerksam zu. Anschließend besteht wie immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Und da wundere ich mich denn doch. Eine Dame ist irrtümlich davon ausgegangen, dass ich aus einem Krimi vorlesen werde – warum auch immer. Sie versichert mir am Schluss, sie hätte mir sehr gerne zugehört, aber eigentlich bevorzuge sie Literatur, die im Hier und Jetzt spielt. Eine andere Frau möchte am liebsten weiter zuhören – aber selber lesen würde sie auch lieber meinen Krimi, den ich bei meiner Vorstellung kurz erwähnt habe. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin in der falschen Veranstaltung. Was ist mit den jüngeren Zuhörern, die müssten doch wenigstens auf Fantasy stehen? Eine junge Dame bekennt offenherzig, dass sie so im BISS-Universum gefangen ist, dass sie Schwierigkeiten habe, sich auf andere Figuren einzulassen. Obwohl Magyria sehr interessant klinge. Aber eigentlich lese sie jetzt eher so richtig eklig blutige Thriller. Sie erfreut die Anwesenden mit der Beschreibung des grausamen Rituals eines Serienkillers, bis eine der Krimileserinnen Einspruch erhebt – sie müsse nachher im Dunkeln allein nach Hause gehen.
Ich bin rechtzeitig wieder im Hotel, um “Vampire’s Diaries” und “Moonlight” zu sehen. Es gibt immer noch Vampire, ein Glück. Und Vampir-Fans. Auch in Kahl, da bin ich sicher!

11.11.10 Heute morgen scheint die Sonne. Am Bahnsteig tummelt sich eine Gruppe Indianerinnen mit reichlich Feuerwasser-Vorräten. Es braucht eine Weile, bis ich mich daran erinnere, dass heute der 11.11. ist und dieser Zug nach Köln unterwegs ist. Im Zug sehe ich einen Mönch in einem dunkelgelben Gewand. Das, schätze ich mal, ist aber keine Verkleidung? Ein paar Reihen hinter mir brüllt einer einen Geburtstagsgruß ins Handy – “ich wollte dir gratulieren, solange ich noch nüchtern bin!”
Mit meinem Buch komme ich nicht weiter, nicht wegen des Lärms, sondern weil ich das ICE-Fahren wie gewohnt nicht vertrage. Es ist wie eine Mischung aus Schifffahren bei unruhiger See und im Flugzeug sitzen. Nach ein paar Seiten muss ich den Roman zur Seite legen. Essen kann ich natürlich auch nichts, und die Lautsprecherwerbung fürs Bordrestaurant kommt mir vor wie ein schlechter Witz.
“Wie hat es Ihnen denn in Kahl gefallen?”, fragte der Schaffner. “Das ist meine Stadt!”
Mein Blick fällt auf sein Namensschildchen. “Oh, Herr Kahl!”
Trotz Verspätung erwische ich meinen Anschlusszug noch, und pünktlich komme ich am heimatlichen Bahnhof an. Kurz darauf bin ich zu Hause. Draußen beginnt es zu regnen und zu stürmen, und mir fällt auf, dass ich meinen Schirm gar nicht gebraucht habe.


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